Heraklion-Kreta 8. Mai 2009

Heraklion-Kreta 8. Mai 2009
Schon um 6.00 Uhr ertönt der Weckruf. Die fast fertig gepackten Koffer stehen im Weg zum Bad. Beim Frühstück dann die Revolution. Hermann kommt vom Buffet zurück und hat auf seinem Teller man höre und staune- Rührei und Speck. Wir schnappen uns noch ein paar Äpfel als Proviant für unseren Ausflug, packen in unserer Kajüte die letzten Sachen in die Koffer und kontrollieren ein letztes Mal den Kleiderschrank und das Bad, um nichts zu vergessen.
Nach ein paar Mißverständnissen stehen wir dann Gott sei Dank noch rechtzeitig mit unseren Koffern beim Hafen-Check-in, eine Extra-Möglichkeit für Passagieren, die noch einen Ausflug gebucht haben, ihre Koffer bereits für das Flugzeug aufzugeben.
Die reguläre Check-in Zeit wäre von 9.00 Uhr bis 9.30 Uhr, aber da sind wir ja bereits unterwegs.

Wir steigen in den bereits wartenden Bus und starten zum letzten Ausflug auf unserer Reise. Wir erreichen Knossos etwa eine halbe Stunde später. Unsere Reiseleiterin führt uns durch die Ausgrabungsstätte mit dem zum Teil wieder aufgebauten Königspalast. Wir erfahren, daß die Minoer sehr friedliche Menschen waren mit einer hohen Kultur. Der Palast soll ursprünglich mehr als 1200 Räume enthalten haben auf mehreren Ebenen und Stockwerken. Sogar über ein Abwassersystem und WC-Spülungen, die aus Tonrohren bestanden, über die sie das Regenwasser in die entsprechenden Räume leiteten, verfügten die Minoer.
Es ist jetzt richtig warm und mein Sonnenhut liegt dummerweise im Bus. Dieses Mal war Hermann schlauer der hat seinen dabei. Nach guten eineinhalb Stunden fahren wir zurück nach Heraklion und erfahren währenddessen noch etwas über Land und Leute .. Jährlich werden 120 000 Tonnen Oliven geerntet ..eine kretische Familie verbraucht 100 bis 200 Liter Olivenöl im Jahr. Außerdem werden Tafeltrauben, Rosinen, Bananen, Erdbeeren und Melonen geerntet und auch der bekannte Thymian-Honig kommt von hier.
Nach einer kurzen Stadtführung durch Heraklion gönnen wir uns noch ein Eis und kehren dann zum Bus zurück, der uns gegen 12.30 Uhr wieder beim Schiff abliefert. Beim anschließenden Essen gönnt sich mein Mann mehr Rotwein als ihm guttut. Dauernd redet er noch mehr Blödsinn als er es ohnehin schon im nüchternen Zustand tut. Und alle 5 Minuten rennt er zum Klo. Unsere Kabine ist bereits seit 9.00 Uhr tabu, so daß wir unser Handgepäck nun immer mitschleppen müssen. Nachmittags kommt dann die Frage auf: Gehen wir zum Kaffee-Trinken oder nicht?

Lang und breit erklärt mir Hermann, daß er Kaffee-Trinken meint, wenn er Kaffee-Trinken sagt und nicht Kuchen-Essen. (Ein Wink mit dem Zaunpfahl in meine Richtung!) Ich aber mag keinen Kaffee solo. Wenn ich Kaffee-Trinken gehe, werde ich mir auch ein Stückchen Kuchen genehmigen. Am Ende der Debatte machen wir uns auf zum Weite Welt -Restaurant. Hermann muß schon wieder zur Toilette, während ich mit dem Gepäck am Tisch warte. Noch mal zur Erinnerung: Wenn Hermann sagt Kaffee-Trinken dann meint er auch nur Kaffee-Trinken. Jetzt kommt er zurück mit einem Käsekuchen und einem extra großen Schlag Sahne auf dem Teller. Auch ich hole mir jetzt ein feines Stück Preiselbeer-Cremekuchen. Danach treiben wir uns noch etwas auf dem Sonnendeck herum, bis dann der Aufruf ertönt, daß der Bus eingetroffen ist, der uns zum Flughafen fährt. Bei der Handge-päckkontrolle muß ich mich dann widerwillig von meiner Sonnenmilch trennen, da nach den neuen EU-Sicherheitsbestimmungen nur noch Gefäße mit einem Inhalt bis 100 ml mitgeführt werden dürfen. Um 19.40 Uhr griechischer Zeit startet unser Flugzeug in Richtung Stuttgart. Jetzt freue ich mich auf zu Hause! Wie wohl die Katzen reagieren werden? Blühen meine Maiglöckchen noch?
Ich freue mich auf meine Kinder, meine Familie, meine Baustelle wie ein gewisser G. G., Gastwirt vor Ort, meinen Garten einmal genannt hat-.Und ein klitze-kleines-bißchen freue ich mich natürlich auch auf unseren nächsten Stammtisch.

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